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Kompetenzzentrum rund um das Sehen

Wenn die Schwere der Seh­einschränkung ein visuelles Arbeiten nicht mehr zulässt, bieten wir Ihnen die Möglich­keit an, im Rahmen einer Blinden­technischen Grundreha­bilitation die notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, um eine weiter­führende Quali­fizierung erfolgreich zu absolvieren.

Die Blinden­technische Grundreha­bilitation ist eine Vorbereitungs­maßnahme. Gemeinsam mit unseren Spezialist*innen aus dem Bereich des Reha­Assessments haben Sie sich einen individuellen Rehaplan erarbeitet, der in der Regel mit einer Vorbereitungs­maßnahme beginnt. Die für Sie optimale Vorbereitungs­maßnahme hängt im Wesentlichen von der Schwere der Sehein­schränkung und von Ihren Vorkenntnissen ab.

Am Ende des einjährigen Kurses sollten Sie die Braille­schrift lesen und mit speziellen Hilfsmitteln einen PC bedienen können. Dazu werden Sie die PC-Tatstatur blind beherrschen lernen. Weiterhin können Sie bei Bedarf Sprach­ausgaben und Großbild­ausgaben nutzen, um eine optimale Arbeits­geschwindigkeit zu erreichen.

Neben der PC-Bedienung, die eine wichtige Grundlage für weitere Qualifizierungen und Ihren möglichen Arbeitsplatz darstellt, bieten wir Ihnen ein Training im Bereich Orientierung und Mobilität sowie lebenspraktische Fertigkeiten an.

Teilnehmerkreis

Die Blindentechnische Grundrehabilitation ist für Erwachsene mit einer hochgradigen Seheinschränkung bis hin zur Blindheit geeignet. Spezielle berufliche Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Dauer

12 Monate

Hinweis: Für Menschen mit Seheinschränkungen und zusätzlicher psychischer Beeinträchtigung oder anderen besonderen Aufwänden bieten wie eine um 3 Monate verlängerte Grundrehabilitation an!

Inhalte der Blindentechnischen Grundrehabiliation

  • Brailleschrift (Blinden­schrift)
  • 10-Finger-Tast­schreiben
  • Deutsch in Wort und (Punkt-)Schrift
  • Mathematik
  • PC-Grund­kenntnisse/Braille­zeile/Sprach­ausgabe
  • sportliches Bewegen
  • individuelles Mobilitäts- und Orientierungs­training
  • Vermittlung lebens­praktischer Fertig­keiten

 

Abschluss

Zeugnis des Berufsförderungswerkes Halle (Saale)

Termin und Ort

Beginn jeweils Juli/ Januar
Haupthaus BFW Halle (Saale), Geschäftsstelle Berlin

Besondere Hilfen

Neben der diagnostischen und beratenden Tätigkeit während der Arbeitserprobung ist es die Aufgabe der besonderen Hilfen, den Rehabilitationserfolg jeder Rehabilitandin zu begleiten und zu unterstützen. Dafür steht Ihnen ein interdisziplinäres Team aus Psychologinnen, Low-Vision-Expertinnen, Sozialpädagoginnen, Pädagog*innen sowie IT-Fachleuten zu Verfügung. Darüber hinaus steht jedem Teilnehmer ein Reha- und Integrationsmanager (RIM) zur Seite. In enger Zusammenarbeit mit dem Teilnehmenden, dem Team der Qualifizierung und dem Kostenträger entwickeln sie einen individuellen Förderplan und organisieren Ihren Weg zurück in den Beruf. Die besonderen Hilfen bieten Ihnen während und nach der Rehabilitation im Berufsförderungswerk eine integrationsbegleitende Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Natürlich wird Ihr Schulungsplatz im BFW Halle (Saale) mit den für Sie notwendigen elektronischen Hilfsmitteln ausgestattet.