Telefon: 0345 1334-0
Kompetenzzentrum rund um das Sehen

Die Fachkraft für Tele­kommunikation ist in den Telefon­zentralen von Verwaltungen und Behörden, in unterschied­lichsten Unternehmen der freien Wirtschaft oder in gemein­nützigen Instituten beschäftigt. Dabei spielt die Größe der Firma keine Rolle.

Sie vermitteln kundenorientierte Gespräche. Dazu gehören auch das Anfertigen von kurzen schriftlichen Aufzeichnungen, die Kundenerfassung, Produktauskünfte sowie das Verschicken und Empfangen von E-Mails und Faxen.

Wesentliche Schwerpunkte sind das Arbeiten und die Gesprächsführung an modernen Telekommunikationsanlagen sowie die schriftliche Kommunikation. Dabei müssen rechtliche und qualitätssichernde Vorgaben, der Datenschutz und die Datensicherheit stets beachtet werden.

Im Gegensatz zu einer Weiterbildung handelt es sich hierbei um eine Fortbildung mit IHK-Abschluss. 

Teilnehmerkreis

Der Beruf ist geeignet für sehbehinderte und blinde Erwachsene. Berufliche Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Voraussetzung ist eine gute Beherrschung der Kompensationstechniken. Die prinzipielle Eignung wird durch eine Reha-Assessmentmaßnahme festgestellt.

Sollten Sie die notwendigen Techniken zur Kompensation Ihrer Seheinschränkung (z. B. Hilfsmittel wie Großbildausgabe, Braillezeile o. Ä.) noch nicht beherrschen, empfehlen wir zunächst einen entsprechenden Vorbereitungskurs zu buchen.

Dauer der Fortbildung

12 Monate

Inhalte der Fortbildung

  • Festigung des 10-Finger-Tastschreibens
  • Arbeiten an modernen Tele­kommunikations­anlagen
  • Erhöhung der Anwendungs­sicherheit der Punkt­schrift
  • Gesprächs­führung in Standard- und Problem­situationen
  • Deutsch in Wort und Schrift
  • Text­verarbeitung am PC
  • Kunden­orientierte Präsentation am Telefon
  • Arbeiten mit Daten­banken
  • Betriebs­praktikum
  • Theorie des Tele­kommunikations­wesens
  • Bewerbungs- und Integrations­training

Betriebliches Praktikum

Ein betriebliches Praktikum absolvieren Sie vorzugsweise in einer Firma am Heimatort. Das BFW Halle (Saale) versorgt den Praktikumsplatz mit den notwendigen Hilfsmitteln. Im Praktikum können Sie nicht nur wertvolle Erfahrungen sammeln, oft ergibt sich auch die Chance einer Festanstellung im Anschluss.

Abschluss

Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK)

Termin und Ort

Beginn jeweils Juli/ Januar
Haupthaus BFW Halle (Saale)

Besondere Hilfen

Neben der diagnostischen und beratenden Tätigkeit während der Arbeitserprobung ist es die Aufgabe der besonderen Hilfen, den Rehabilitationserfolg jeder Rehabilitand*in zu begleiten und zu unterstützen. Dafür steht Ihnen ein interdisziplinäres Team aus Psychologen, Low-Vision-Experten, Sozialpädagogen, Pädagogen sowie IT-Fachleuten zu Verfügung. Darüber hinaus steht jedem Teilnehmer ein Reha- und Integrationsmanager (RIM) zur Seite. In enger Zusammenarbeit mit dem Teilnehmer, dem Team der Qualifizierung und dem Kostenträger entwickeln sie einen individuellen Förderplan und organisieren Ihren Weg zurück in den Beruf. Die besonderen Hilfen bieten Ihnen während und nach der Rehabilitation im Berufsförderungswerk eine integrationsbegleitende Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Natürlich wird Ihr Schulungsplatz im BFW Halle (Saale) mit den für Sie notwendigen elektronischen Hilfsmitteln ausgestattet.