RehaAssessment

Ein modulares Dienstleistungsangebot

RehaAssessment ist ein von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke entwickeltes, bundesweit nach einheitlichem Standard angebotenes Beurteilungssystem auf modularer Basis.

RehaAssessment will die dauerhafte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben sichern. Es beinhaltet die umfassende Klärung des Fähigkeitspotentials von Menschen mit Behinderung oder von Behinderung bedrohten in Bezug auf einen konkreten Arbeitsplatz bzw. einer Berufsrichtung.

Eine Schnellübersicht über alle Assessmentmaßnahmen finden Sie hier: Schnellübersicht RehaAssessment

Das Berufsförderungswerk Halle bietet im Rahmen von RehaAssessment folgende Leistungen an:

Leistungsfähigkeit/ Arbeitsassistenz

Zielgruppe:

Visuell beeinträchtigte Menschen mit berufsbezogenen Fragestellungen,

 

  • die über Sehprobleme am Arbeitsplatz klagen,
  • bei denen sich eine Augenerkrankung möglicherweise verschlimmern und zu einer Behinderung entwickeln kann und
  • ein konkreter Arbeitsplatz vorliegt bzw. in Aussicht steht.

Zielsetzung:

Ziel ist die Begutachtung der Leistungsfähigkeit für einen konkreten Arbeitsplatz und eine Aussage zur konkreten behinderungsbedingten Minderleistung. Zusätzlich kann eine Aussage darüber getroffen werden, ob und in welchem Umfang eine Arbeitsassistenz notwendig und möglich ist.

Inhalte:

  • Arbeitsophthalmologische Untersuchung
  • Arbeitspsychologische Analyse
    • Belastung & Beanspruchung am Arbeitsplatz
    • soziale & andere Belastungen
    • Ressourcen, Belastungsverstärker und beruf. Persönlichkeitsfacetten
    • Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
  • Anforderungsanalyse des Arbeitsplatzes per Selbstauskunft oder Fotoprotokoll
  • Simulation des Arbeitsplatzes bzw. adäquater Belastungen durch standardisierte Arbeitsproben
  • Low-Vision-Diagnostik; Sehfunktionsdiagnostik
  • Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer & elektronischer Hilfsmittel
  • sequentielle Diagnostik optometrischer Variablen und der physischen/psychischen Beanspruchung
  • lichttechnische Erprobung und Beratung
  • Vergleich des Leistungsprofils der Person mit dem Anforderungsprofil der Tätigkeit


Dauer: 5 Tage
Termin: nach Absprache

Nach med. Reha

Zielgruppe:

Visuell beeinträchtigte Menschen mit berufsbezogenen Fragestellungen,

 

  • die über Sehprobleme am Arbeitsplatz klagen,
  • bei denen sich eine Augenerkrankung möglicherweise verschlimmern und zu einer Behinderung entwickeln kann und
  • die sich in der Endphase oder nach Abschluss einer medizinischen Rehabilitation oder Behandlung befinden.

Zielsetzung:

Ziel ist die Sicherung des Heilerfolgs sowie der Nachhaltigkeit von akutmedizinischen oder rehabilitationsmedizinischen Leistungen. Vorrang hat hier die Unterstützung im Berufsleben, um krankmachende oder krankheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu identifizieren und zu beseitigen. Diese Maßnahme nutzt – je nach den individuellen Erfordernissen – Module der berufsbezogenen Sehhilfenerprobung und der funktionellen Belastungserprobung, bei Bedarf kann jedoch auch eine berufliche Neuorientierung Thema sein. Hierzu absolvieren in Frage kommende Patienten in der Endphase/nach Abschluss einer medizinischen Rehabilitation oder Behandlung eine Woche ein Assessment im BFW Halle.

Inhalte:

  • Arbeitsophthalmologische Untersuchung
  • Arbeitspsychologische Analyse
    • Belastung & Beanspruchung am Arbeitsplatz
    • soziale & andere Belastungen
    • Ressourcen, Belastungsverstärker und beruf. Persönlichkeitsfacetten
    • Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
  • Anforderungsanalyse des Arbeitsplatzes per Selbstauskunft oder Fotoprotokoll
  • Simulation des Arbeitsplatzes bzw. adäquater Belastungen
  • Low-Vision-Diagnostik; Sehfunktionsdiagnostik
  • Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer & elektronischer Hilfsmittel
  • Sequentielle Diagnostik optometrischer Variablen und der physischen/psychischen Beanspruchung
  • lichttechnische Erprobung und Beratung
  • Vergleich des Leistungsprofils der Person mit dem Anforderungsprofil der Tätigkeit


Dauer: 5 Tage
Termin: nach Absprache

Funktionelle Belastungserprobung

Zielgruppe:

Visuell beeinträchtigte Menschen mit berufsbezogenen Fragestellungen, - die über Sehprobleme am Arbeitsplatz klagen, - bei denen sich eine Augenerkrankung möglicherweise verschlimmern und zu einer Behinderung führen kann und - ein
konkreter Arbeitsplatz vorliegt bzw. in Aussicht steht.

 

Zielsetzung:

Erstellung eines aktuellen visuellen Leistungs und Belastungsprofils. Es können Aussagen über die mögliche Dauer der Arbeitstätigkeit, über die notwendigen Hilfsmittel zur Kompensation des visuellen Defizits und über die konkrete Arbeitsgestaltung gemacht werden. Möglich ist auch eine Einschätzung der aktuellen Bildschirmtauglichkeit nach G 37 und der möglichen zeitlichen Dauer von Bildschirmarbeit.

Diese Maßnahme ist immer dann sinnvoll, wenn:

 

  • das Leistungsvermögen oder die Belastbarkeit unklar oder eingeschränkt ist,
  • die Dauer der Belastbarkeit fraglich ist,
  • die Dauer der möglichen Bildschirmarbeit unklar ist,
  • eine Erkrankung mit Auswirkungen auf das Sehen vorliegt, welche teilweise/ stark durch Belastungen oder Stress beeinflusst werden,
  • eine rezidivierende, chronische oder zur Chronifizierung neigende Erkrankung mit Auswirkungen auf das Sehen vorliegt.

Inhalte:

  • Arbeitsophthalmologische Untersuchung
  • Arbeitspsychologische Analyse
    • Belastung & Beanspruchung am Arbeitsplatz
    • soziale & andere Belastungen
    • Ressourcen, Belastungsverstärker und berufliche Persönlichkeitsfacetten
    • Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
  • Anforderungsanalyse des Arbeitsplatzes per Selbstauskunft oder Fotoprotokoll
  • Simulation des Arbeitsplatzes bzw. adäquater Belastungen durch standardisierte Arbeitsproben
  • Low-Vision-Diagnostik; Sehfunktionsdiagnostik
  • Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer & elektronischer Hilfsmittel
  • Sequentielle Diagnostik optometrischer Variablen und der physischen/psychischen Beanspruchung
  • lichttechnische Erprobung und Beratung
  • Vergleich des Leistungsprofils der Person mit dem Anforderungsprofil der Tätigkeit


Dauer: 5 Tage
Termin: nach Absprache

(Die Maßnahmedauer bei speziellen Fragestellungen beispielsweise Belastungserprobungen bei zusätzlich psychisch erkrankten Menschen erfolgt in Absprache.)

• Arbeitsophthalmologische Untersuchung
• Arbeitspsychologische Analyse
--Belastung & Beanspruchung am Arbeitsplatz
--soziale & andere Belastungen
--Ressourcen, Belastungsverstärker und berufliche
Persönlichkeitsfacetten
--Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
• Anforderungsanalyse des Arbeitsplatzes per
Selbstauskunft oder Fotoprotokoll
• Simulation des Arbeitsplatzes bzw. adäquater
Belastungen durch standardisierte Arbeitsproben
• Low-Vision-Diagnostik; Sehfunktionsdiagnostik
• Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer

Arbeitserprobung

Zielgruppe:

Menschen, bei denen die normale Sehfunktion beeinträchtigt ist,

 

  • eine Augenerkrankung sich möglicherweise verschlimmern und zu einer Behinderung entwickeln kann,
  • die erlernte oder die letzte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann.

 

Zielsetzung:

Ziel ist die Abklärung der Eignung und Neigung sowie Entwicklung beruflicher Perspektiven für Menschen, die aufgrund eines visuellen Defizits ihren Ursprungsberuf nicht mehr ausüben können und sich eine berufliche Neuorientierung als
notwendig erweist.

Inhalte:

  • Arbeitsophthalmologische Untersuchung
  • Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
  • Diagnostik berufsbezogener Interessen/Motivation
  • klinisch-psychologische Diagnostik im begründeten Einzelfall
  • Berufspraktische Erprobungen
  • Low-Vision-Diagnostik
  • Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer & elektronischer Hilfsmittel


Dauer: Standardmaßnahme: 12 Tage;
(für einen konkreten Beruf/ein Berufsfeld 5 Tage)
Termin: nach Absprache

Arbeitsophthalmologische Untersuchung
• Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
• Diagnostik berufsbezogener Interessen/Motivation
• klinisch-psychologische Diagnostik im begründeten
Einzelfall
• Berufspraktische Erprobungen
• Low-Vision-Diagnostik
• Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer
& elektronischer Hilfsmittel

Berufsbezogene Sehhilfenerprobung

Zielgruppe:

Visuelle beeinträchtigte Menschen,

  • die über Sehprobleme am Arbeitsplatz klagen,
  • bei denen sich eine Augenerkrankung möglicherweise verschlimmern und sich zu einer Behinderung entwickeln kann und
  • ein konkreter Arbeitsplatz vorliegt bzw. in Aussicht steht.

 

Zielsetzung:

Eine Berufsbezogene Sehhilfenerprobung kommt in Frage, wenn ein konkreter Arbeitsplatz vorliegt und das Ausmaß sowie die funktionellen Auswirkungen der Sehbeeinträchtigung ausreichend diagnostiziert worden sind. Durch eine Hilfsmittel-/
Technikberatung und Erprobung werden Empfehlungen gegeben, welche konkreten Hilfsmittel für einen vorhandenen oder angestrebten Arbeitsplatz notwendig sind, um das visuelle Defizit weitestgehend zu kompensieren.

Inhalte:

  • bei Notwendigkeit arbeitsophthalmologische Untersuchung
  • standardisierte Anforderungsanalyse des Arbeitsplatzes (Vor-Ort-Analyse ist bei Bedarf gesondert buchbar/ Inhalte siehe Angebot: RehaAssessment – Arbeitsplatzanalyse)
  • Low-Vision-Untersuchung, Sehfunktionsdiagnostik
  • Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer & elektronischer Hilfsmittel
  • Lichttechnische Erprobung und Beratung


Dauer: 2 bis 5 Tage
Termin: nach Absprache

Arbeitsophthalmologische Untersuchung
• Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
• Diagnostik berufsbezogener Interessen/Motivation
• klinisch-psychologische Diagnostik im begründeten
Einzelfall
• Berufspraktische Erprobungen
• Low-Vision-Diagnostik
• Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer
& elektronischer Hilfsmittel

Arbeitsplatzanalysen

Zielgruppe:

Visuelle beeinträchtigte Menschen,

  • die über Sehprobleme am Arbeitsplatz klagen,
  • bei denen sich eine Augenerkrankung möglicherweise verschlimmern und sich zu einer Behinderung entwickeln kann und
  • ein konkreter Arbeitsplatz vorliegt bzw. in Aussicht steht.

 

Zielsetzung:

Ziel ist das Ermitteln von Anforderungen und Belastungen eines konkreten Arbeitsplatzes, um im Rahmen eines Profilvergleiches Anforderungen der Tätigkeit und Fähigkeiten/Möglichkeiten des Betroffenen in Einklang zu bringen. Zu empfehlen insbesondere in Zusammenhang mit berufsbezogenen Sehhilfenerprobungen, funktionellen  Belastungserprobungen und Sicherung der Nachhaltigkeit nach einer medizinischen Rehabilitation/Behandlung.

Inhalte:

  • Erfassung, Analyse und Bewertung von Arbeitsabläufen
  • Analyse der Sehanforderungen und –bedingungen
  • Erfassung, Analyse und Bewertung von Arbeitsbelastungen
  • Erfassung psychischer und physischer Belastung und Beanspruchung
  • Einschätzung von Fehlbeanspruchungen und Gesundheitsrisiken
  • Erfassen des Hilfsmittelbedarfes vor Ort und Bewertung der Umsetzungsmöglichkeiten
  • Empfehlung und u.U. Initiierung von Interventionen


Dauer: individuell verschieden
Termin: nach Absprache

Arbeitsophthalmologische Untersuchung
• Leistungsdiagnostik/ Eignungsdiagnostik
• Diagnostik berufsbezogener Interessen/Motivation
• klinisch-psychologische Diagnostik im begründeten
Einzelfall
• Berufspraktische Erprobungen
• Low-Vision-Diagnostik
• Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer
& elektronischer Hilfsmittel

Arbeitserprobung bei zusätzlicher psychischer Beeinträchtigung

Abklärung der beruflichen Eignung für Menschen mit Seheinschränkungen und zusätzlicher psychischer Beeinträchtigung oder anderen besonderen Aufwänden.

Ziel:

Ziel ist die Abklärung der Eignung und Neigung sowie die Entwicklung beruflicher Perspektiven für Menschen, die aufgrund eines visuellen Defizits ihren Ursprungsberuf nicht mehr ausüben können und sich eine berufliche Neuorientierung als notwendig erweist. Das Erfassen der berufsbezogenen Leistungsfähigkeit und beruflicher Perspektiven erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der psychischen Stabilität, der funktionellen Leistungsfähigkeit und der psychophysischen Belastbarkeit.

Personenkreis:

Menschen mit Sehbeeinträchtigungen mit zusätzlicher psychischer oder psychiatrischer Einschränkung/Störung. Ebenso ist diese Maßnahme für Menschen geeignet die Leistungsein schränkungen im kognitiven und sozialen Bereich haben und daher besondere Aufwände bedürfen.

Inhalte der Maßnahme:

  • Arbeitspsychologische Diagnostik/Eignungsdi-
    agnostik
  • klinisch psychologische Diagnostik
  • Arbeitsophthalmologische Diagnostik
  • Low-Vision-Diagnostik
  • Erprobung, Anpassung, Modifikation optischer
    & elektronischer Hilfsmittel
  • Diagnostik der Notwendigkeit lebenspraktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Diagnostik der Notwendigkeit eines Orientierung-und Mobilitätstraining
  • Diagnostik berufsbezogener Interessen/Motivation
  • Berufspraktische Erprobungen
  • Arbeitsproben und Probeunterricht mit längeren Beobachtungsphasen

Dauer: 6 Wochen
Termin: nach Absprache
Maßnahmeort: Haupthaus BFW Halle