Gegenwart 2/2006 E-Learning-Methoden wollen erlernt sein

Das neueste EU-Projekt, an dem das BFW Düren beteiligt ist, "E-Learning für visuell geschädigte Personen", abgekürzt E-Learn-ViP", ließ sich der Staatsekretär im Bundesbildungsund Forschungsministerium,

Thomas Rachel, bei seinem ersten offiziellen Termin in der neuen Funktion im Berufsförderungswerk von Geschäftsführer Dr. Hans Zeißig und dem Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung, Jürgen Hüllen, demonstrieren.

Seit ihrer Gründung 1998 hat die Abteilung Forschung und Entwicklung bereits 14 Projekte, darunter sechs im Auftrag der Europäischen Union, durchgeführt. Beim jetzigen Projekt in Kooperation mit Blindenbildungseinrichtungen in Halle, in Espoo/Finnland, Graz/Österreich, Hellerup/Dänemark, Angers/Frankreich und Appeldoorn/Niederlande geht es darum, blinden und sehbehinderten Menschen barrierefrei den Umgang und das Lernen mit digitalen Medien zu ermöglichen. Bei der Umsetzung wird auf Methoden-Mix gesetzt: Präsenzunterricht, Teleteaching, Teletutoring und Telekooperation ergänzen sich.

Die gewonnenen Erkenntnisse sind in einer Datenbank erfasst und werden Interessenten zugänglich gemacht. "Wir wollen insbesondere die Hilflosigkeit der Hersteller beseitigen helfen", betonte Jürgen Hüllen in der Projektpräsentation. Gleichzeitig sieht Hüllen die Chance der Anbietung von E-LearnKursen für den Personenkreis der blinden und sehbehinderten Menschen durch Bildungsträger und -einrichtungen wie auch die Möglichkeit, die Beratungen der Selbsthilfeorganisationen auf breitere Basis zu stellen.

Zum Ende des Projektes im August 2006 werden die Ergebnisse zusammen getragen und in vier Sprachen veröffentlicht. "In der Kooperation der sieben Einrichtungen in sechs europäischen Ländern ist ein weiterer Schritt getan, einheitlich in Europa den sehbehinderten Menschen nachhaltig bei der Integration in Beruf und Gesellschaft zu helfen", lobte Staatsekretär Rachel die Forschungsarbeit im BFW Düren.   Vom 06. bis 08.10.2005 war das Berufsförderungswerk Halle/Saale Gastgeber für den zweiten Workshop im Rahmen des Projektes. Auf der Hallenser Konferenz verständigten sich die Projektpartner darüber, das Bewertungssystem auch für andere Nutzergruppen aus dem Behindertenbereich zu öffnen. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Schaffung eines offenen, interdisziplinären Konsortiums für Barrierefreiheit von E-Learning-Produkten.

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