Bundesagentur für Arbeit in der Geschäftsstelle Berlin des Berufsförderungswerkes Halle

"Dass man auch bei schwächer werdendem Augenlicht beruflich noch voll aktiv sein kann, ist für viele unvorstellbar – gerade heute, wo viele Menschen am Computer arbeiten” sagt Frau Labitzke von der Geschäftsstelle Berlin des Berufsförderungswerkes für Blinde und Sehbehinderte in Halle.

Deshalb informierten sich auch am 13. Oktober 2010 Rehaberater, die bundesweit für die Agenturen für Arbeit tätig sind, über die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten von Blinden und Sehbehinderten. „Bürstenbinder und Klavierstimmer geistern noch in vielen Köpfen herum„ so Labitzke. Im Rahmen einer Exkursion in die Geschäftsstelle Berlin lernten die Rehaberater verschiedene Augenerkrankungen und Hilfsmöglichkeiten durch Vorträge und vor allem durch Selbsterfahrungen kennen. „Ich hätte nicht gedacht, wie verschieden sich Augenerkrankungen auf das Arbeitsleben auswirken können, aber auch nicht, wie vielfältig die Hilfsmöglichkeiten sein können“ so eine Teilnehmerin der Veranstaltung. „Besonders beeindruckend ist das ganz individuelle Ausmessen der verschieden Auswirkungen der Augenerkrankung und das nachfolgende „Anpassen“ von verschiedenen Hilfen“. Damit war dann auch für die Teilnehmer vorstellbar, dass Sehbehinderte und Blinde auch in vielen modernen Berufen; wie Informatikkauffrau oder als Fachangestellter für medizinische Dokumentation, arbeiten können. Eingebettet war diese Veranstaltung in eine Weiterbildungsreihe zu verschiedenen Behinderungen. In der Geschäftsstelle im Epiphanienweg 1, in der seit einem Jahr blinde und sehbehinderte Menschen aus Berlin und Brandenburg in den Arbeitsmarkt integriert werden, werden Beratungen, Diagnostik und berufliche Bildungsmaßnahmen angeboten. Viele Angebote richten sich auch an Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz über Sehbeschwerden – oftmals bei Bildschirmarbeit – klagen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Elke Busching

Kontakt- und Clearingstelle
Elke Busching

Tel.: 0345 1334-666

Zum Leitbild des BFW Halle

 Berufsperspektiven für Menschen mit Seheinschränkungen