RVL bei zusätzlicher psychischer Beeinträchtigung

Berufliche Rehabilitation, die Eingliederung sehbehinderter und blinder Menschen in den Arbeitsalltag, ist ein langfristiger Prozess, dessen Erfolg an spezielle Voraussetzungen gebunden ist.

Ziel:

Vorbereitungslehrgänge dienen der systematischen Heranführung an eine Umschulung. Neben dem Schließen von Lücken in den Kultur-techniken und dem Erlernen von Techniken zur Kompensation der Sehbeeinträchtigung stehen hier ein langsames Heranführen an Anforde-rungen, das Trainieren einer belastungsarmen Arbeitsweise und das Entwickeln von Stabilität für eine Umschulung im Vordergrund. Der Reha-bilitationsvorbereitungslehrgang  bereitet Reha-bilitanden auf sehbehindertengemäßes Arbeiten vor.

Personenkreis:

Menschen mit Sehbeeinträchtigungen mit zu-sätzlicher psychischer Einschränkung. Ebenso ist diese Maßnahme für alle Menschen geeignet, die Leistungseinschränkungen im kognitiven und sozialen Bereich haben und daher besondere Aufwände bedürfen.

Inhalte der Maßnahme:

  • Rahmen:
    • kontinuierliche Einzelbetreuung mit einem festen Bezugspersonen-Rahmen
    • individualisierte Maßnahme durch Module
    • ganzheitliche handlungsorientierte berufliche Rehabilitation Erwachsener (ghbRE)
  • Inhalte:
    • Deutsch in Wort und Schrift
    • Mathematik
    • 10-Finger-Tastschreiben
    • Grundlagen Datenverarbeitung
    • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Zusätzlich:
    • Sport/Autogenes Training
    • Lerntechniken/Hilfsmitteltraining
    • Berufliche Orientierung/ Berufskundliche Grundlagen
    • Stärkung der Gesundheitskompetenz
  • Praktische Erprobungen in Ausbildungsgängen

Dauer: 9 Monate
Termin: April und Oktober
Abschluss: Zeugnis des BFW Halle
Maßnahmeort: BFW Halle (Haupthaus)